Immanenz lesen

Alice Lagaay, Susanne Valerie Granzer

Abstract


Der folgende Text eröffnete die Konferenz „Immanenz in zeitgenössischer Kunst und Philosophie“, die im Mai 2016 in Wien stattfand. Es handelt sich dabei um einen Reader mit Schlüsselaussagen zur Immanenz von Gilles Deleuze, Baruch de Spinoza, Giorgio Agamben, Henri Bergson, Francois Laruelle, Antonin Artaud und Friedrich Nietzsche. Dieser Reader wurde von Arno Böhler und Elisabeth Schäfer zusammengestellt. Susanne Valerie Granzer (S.V.G.) verarbeitete den Inhalt zu einer Kollage und trug Fragmente der Texte zum Beginn der Konferenz vor. Sie wurde dabei gelegentlich von Alice Lagaay (A.L.) unterbrochen, deren Einwürfe dazu dienten, Verbindungslinien zwischen den dichten theoretischen Texten und dem immanenten performativen Kontext zu ziehen, innerhalb dessen sie vorgetragen und aufgenommen wurden – d. h. dem Kontext der Konferenz. Der folgende Text bietet das Vorgetragene sowie die leichtherzigen – durchaus aber auch ernst gemeinten – Kommentare so dar, wie sie zur Aufführung kamen. Die Leser sind eingeladen, sich die Lebendigkeit (live-ness) des Ereignisses vorzustellen und sie nachzuerleben (re-enact), wobei ihre eigenen Kommentare, Fragen und Überlegungen die Lektüre unterbrechen.


Keywords


Immanenz; Gilles Deleuze; Baruch de Spinoza; Antonin Artaud; Friedrich Nietzsche; Giorgio Agamben; Fracois Laruelle; Roland Barthes; Schöpferische Indifferenz; Geheime Sprache; Beliebiges Sein; Performance-Philosophie

References


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DOI: https://doi.org/10.21476/PP.2017.32189

Copyright (c) 2017 Alice Lagaay, Susanne Valerie Granzer

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