Einleitung. Philosophy On Stage. Immanenz in zeitgenössischer Kunst und Philosophie.

Authors

  • Arno Böhler University of Vienna
  • Eva-Maria Aigner University of Vienna
  • Elisabeth Schäfer University of Vienna

DOI:

https://doi.org/10.21476/PP.2017.32192

Keywords:

immanence, Deleuze, Agamben, contemporary arts, Spinoza, Bergson, Laruelle, Artaud, Nietzsche, Nancy,

Abstract

Diese bi-linguale Sonderausgabe des Performance Philosophy Journals, die erste in deutscher und englischer Sprache, ist das Ergebnis des Forschungsprojekts „Artist-Philosophers. Philosophy AS Arts-based Research“, das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF): AR275-G21 im Kontext des Programmes zur Entwicklung und Erschließung der Künste (PEEK) gefördert wurde. Eine zentrale Fragestellung des PEEK-Projekts lautete: „Was geschieht mit dem traditionellen Bild der Philosophie, wenn Philosoph_innen beginnen, den Prozess des Philosophierens im öffentlichen Raum aufzuführen und kunst-basierte Praktiken in ihre Disziplin einzubeziehen?“ Ausgehend von unserer Annahme, dass Bedeutungen und Möglichkeiten aus differenziellen Beziehungen heraus generiert werden, die jemand mit anderen in einem konkreten weltlichen Milieu immanent teilt, haben wir im Verlauf des genannten Forschungsprojektes zwei Veranstaltungen realisiert, aus denen diese Publikation maßgeblich hervorgegangen ist: Das Forschungsfestival Philosophy On Stage #4 „Artist-Philosophers. Nietzsche et cetera“, das im November 2015 am Tanzquartier Wien stattfand, sowie die Konferenz „Immanenz in zeitgenössischer Kunst und Philosophie“ im Angewandte Innovation Lab (AIL) Wien. Diese Ausgabe des Performance Philosophy Journals umfasst Beiträge von: Arno Böhler, Laura Cull Ó Maoilearca, Paulo de Assis, Susanne Valerie Granzer, Alice Lagaay, Dieter Mersch, John Ó Maoilearca, Freddie Rokem, Elisabeth Schäfer, Andreas Urs Sommer, Marcus Steinweg, Tanja Traxler, Stephen Zepke.

Author Biographies

Arno Böhler, University of Vienna

Arno Böhler ist Universitätsdozent am Institut für Philosophie der Universität Wien und Gründer des Performance-Philosophie Festivals Philosophy on Stage. Derzeit leitet er das Forschungsprojekt „Artist-Philosophers: Philosophy AS Arts-based-Research“ an der Universität für angewandte Kunst Wien, gefördert vom Austrian Science Fund (FWF): AR275-G21. Böhler ist Mitbegründer des Forschungszentrums für artistic research und arts-based philosophy in Indien BASE art philosophy ecology sowie Leiter des dortigen Residenzprogrammes.

Forschungsaufenthalte an der Universität Bangalore, der Universität Heidelberg, der New York University und Princeton University. Einladung zu Gastprofessuren am Institut für Philosophie der Universität Wien, an der Hochschule für Künste Bremen, an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (Max Reinhardt-Seminar) sowie an der Universität für angewandte Kunst Wien. 1997, gemeinsam mit der Schauspielerin Susanne Granzer Gründung der wiener kulturwerkstätte GRENZ-film.

Eva-Maria Aigner, University of Vienna

Eva-Maria Aigner ist Ph.D. Studentin an der Universität Wien, Österreich. Sie hat ihr Masterstudium in Philosophie 2017 mit einer Arbeit zu Derridas Begriff des „Geheimnisses“ abgeschlossen. Von Jänner bis September 2017 war sie Studentische Mitarbeiterin im Rahmen des Forschungsprojekts „Artist-Philosophers. Philosophy AS Arts-Based research“ [AR 275-G21; gefördert vom Österreichischen Wissenschaftsfond FWF] an der Universität für Angewandte Kunst Wien (Projektleitung: Arno Böhler). Forschungsinteressen: Dekonstruktion, Ethik des Schreibens, Gastfreundschaft, arts-based Philosophy, negative Performanz, Philosophie der Stille und des Geheimnisses.

Elisabeth Schäfer, University of Vienna

Elisabeth Schäfer hatte von 2014–2017 eine Postdoc-Stelle im Rahmen des Forschungsprojekts „Artist-Philosophers. Philosophy AS Arts-Based research“ [AR 275-G21; gefördert vom Österreichischen Wissenschaftsfond FWF] an der Universität für Angewandte Kunst Wien (Projektleitung: Arno Böhler) inne. Sie ist externe Lektorin seit 2010 am Institut für Philosophie der Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind: Dekonstruktion, Körper-Diskurse, Queer-feministische Philosophie und Écriture feminine. 2013 hat sie gemeinsam mit Esther Hutfless und Gertrude Postl die erste dt. Übersetzung von Hélène Cixous berühmtem Essay „Le Rire de la Méduse“ herausgegeben. (Passagen Verlag Wien; Übersetzung: Claudia Simma). 2017 hat Schäfer—erneut gemeinsam mit Esther Hutfless—„Conversation avec l’ane. Écrire aveugle“ von Hélène Cixous herausgegeben, das bei Zaglossus Wien erschienen ist.

Schäfer arbeitet derzeit an einem Forschungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Trans*Writing. Immanence and Transformation. Towards a Political, Ethical and Aesthetical Theory of Writing as Arts-based Research—and towards an Artistic Philosophy of Writing“.

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Published

21-12-2017

How to Cite

Böhler, A., Aigner, E.-M., & Schäfer, E. (2017). Einleitung. Philosophy On Stage. Immanenz in zeitgenössischer Kunst und Philosophie. Performance Philosophy, 3(2), 310–323. https://doi.org/10.21476/PP.2017.32192